Pressemitteilung EIN RENNEN FÜR AUTONOME DROHNEN Leipzig, 05. Dezember 2023 Die Bundesagentur für Sprunginnovationen ruft zur Teilnahme am SPRIND Funke „Fully Autonomous Flight“ auf. In diesem Innovationswettbewerb sollen vollautonome Drohnen entwickelt werden, die auch unter widrigen Umständen und bei einer Reihe von Störfaktoren sicher fliegen. Die Teams demonstrieren ihre Technologie in einem Rennen autonomer Drohnen im Herbst 2024 auf dem Fliegerhorst Erding. Logistik und Mobilität gehören zu den Grundpfeilern unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Ein abnehmender Fachkräftebestand bei gleichzeitig hohen und wachsenden Anforderungen an Mobilität und Logistik, insbesondere in ländlichen Gebieten, erfordert neue Ansätze. Unbemannte, weitestgehend manuell gesteuerte Fluggeräte sind heute schon eine wichtige Ergänzung in vielen Anwendungsbereichen wie der Wartung von Industrieanlagen oder in der Vermessungstechnik. Ein vollständig autonomer Flugbetrieb könnte weitere Anwendungsfelder eröffnen, die von Logistik und Lieferdiensten bis hin zu Rettungseinsätzen, Inspektionen und Langzeitüberwachungen in der Landwirtschaft reichen. Dies wiederum könnte ein erster wichtiger Schritt hin zur Vision von der unbemannten Steuerung von Personentransporten sein. Zweifelsohne werden Flugsysteme ohne Piloten unsere (urbanen) Verkehrssysteme in der nahen Zukunft tiefgreifend verändern und ihr disruptives Potential entfalten. Die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND ruft daher talentierte Teams auf, an diesem Wettbewerb teilzunehmen und ihre Drohnen ins Rennen zu schicken. Teilnahmeberechtigt sind Teams aus ganz Europa und weiteren NATO-Mitgliedsstaaten. Der SPRIND Funke hat eine Laufzeit von neun Monaten in zwei Stufen. In den 2,5 Monaten von Stufe 1 unterstützt SPRIND die teilnehmenden Teams in der theoretischen Demonstration des autonom fliegenden Systems mit bis zu 70.000 Euro. Stufe 2 ermöglicht mit weiteren bis zu 80.000 Euro die Entwicklung eines Prototyps und die abschließende Teilnahme am „Drohnen Race“ auf dem Fliegerhorst Erding. Dabei wird SPRIND in Stufe 1 bis zu 15 Teams unterstützen und in Stufe 2 bis zu 12 Teams. Bewerbungsschluss für diesen SPRIND Funken ist der 14. Januar 2024. Die Teams werden während der Laufzeit des Innovationswettbewerbes von SPRIND begleitet, beraten und mit Expert:innen vernetzt. Mit dem Fliegerhorst Erding steht den Teams ein einzigartiges Testgelände zur Verfügung, das bereits vor dem Rennen im Herbst 2024 für Testflüge genutzt werden kann. Möglich wird dies durch eine Kollaboration der SPRIND mit dem Innovationslabor System Soldat. Weitere Informationen finden Interessierte unter https://www.sprind.org/de/challenges/funke-fully-autonomous-flight/ Über SPRIND Challenges SPRIND Challenges und SPRIND Funken sind Innovationswettbewerbe, bei denen die teilnehmenden Teams schnell und unbürokratisch finanziell unterstützt werden, um Lösungen für die großen gesellschaftlichen und technologischen Herausforderungen unserer Zeit hervorzubringen. Bei den SPRIND Challenges starten die Teams in einen mehrstufigen Wettbewerb. Zum Ende jeder Stufe wird die Arbeit der Teams evaluiert und nur die Besten verbleiben im Wettbewerb und erhalten weitere finanzielle Unterstützung, um ihre Idee weiterzuentwickeln. Wie die große Schwester SPRIND Challenges ist SPRIND Funke ein Innovationswettbewerb für Weltveränderer - allerdings mit einer deutlich kürzeren Laufzeit. Vorrangiges Ziel der SPRIND Funken ist die schnelle Demonstration neuer, bahnbrechender Technologien. Über SPRIND Die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND wurde 2019 mit Geschäftssitz in Leipzig gegründet. Alleinige Gesellschafterin ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). SPRIND schließt eine Lücke in der deutschen Innovationslandschaft: Sie findet neue, bahnbrechende Technologien für die großen Herausforderungen unserer Zeit und stellt gleichzeitig sicher, dass die Wertschöpfung der daraus entstehenden Unternehmen und Industrien in Deutschland und Europa bleibt. SPRIND wird aus Mitteln des Bundeshaushalts finanziert. Geführt wird SPRIND von Rafael Laguna de la Vera und Berit Dannenberg. KONTAKT Christian Egle Referent der Geschäftsleitung christian.egle@sprind.org Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND Lagerhofstr. 4 04103 Leipzig